Wer hätte gedacht, dass eine kleine Region wie das Tessin nicht weniger als achtzig Museen ihr eigen nennt. Neben einigen alteingesessenen, traditionellen Ausstellungsstätten wie Villa Ciani in Lugano zeigen noch weitere Einrichtungen Dokumente und andere Zeugnisse, die den verschiedensten Persönlichkeiten und Themen gewidmet sind. So haben wir Museen für Kinder, wie das Museo in erba in Bellinzona, und solche für Interessierte an Geschichte, Naturwissenschaften, Etnografie, Malerei, Bildhauerei oder Fotografie. Der Dichter Hermann Hesse, der Bildhauer Vincenzo Vela sowie die Künstler Wilhelm Schmid und Ignaz Epper und der Musiker Ruggero Leoncavallo haben so einen Platz gefunden, der anhand von Werken, Briefen, Bildern und sonstigen Gegenständen dieser nicht alltäglichen Zeitgenossen gedenkt. Ein Bild des bäuerlichen Lebens ersteht durch die über das Tal verteilten etnografischen Museen: in Loco, Sonogno, Cevio, Giornico, Bosco Gurin und weiteren Dörfern erzählen Gegenstände des täglichen Gebrauchs vom Leben der Bewohner der Berge und des Flachlandes und der verschiedenen Berufsstände wie Weber, Spinner, Käser, Bauer und Weinproduzent. Auch für Feinschmecker wurden Museen geschaffen: sie sind dem Kaffee, der Schokolade und dem Wein gewidmet. Wer weiß, vielleicht wird ja zu einer Verkostung geladen. Das vom Clown Dimitri geschaffene Museum lädt zum Schmunzeln ein, während das Kirchenkunstmuseum mehr zum Nachdenken anregt. Aber nicht, dass das alles wäre! Wenn Ihnen der Sinn danach steht, dann können Sie dem Radiomuseum, den Museen historischer Foto- und Filmapparate, touristischer Manifeste oder Militärfestungen und/oder dem Zollmuseum einen Besuch abstatten.
Quelle: www.ticino.ch
