Archiv für November, 2010

Pläne für Gedenkstätte in der Villa von Remarque

Veröffentlicht in aktuelles mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am November 23, 2010 von Immobilien Ticino

Das Tessin ist nicht gerade bekannt für einen besonders ausgeprägten Schutz seiner historischen Bauten. Etliche Hotels und Villen aus dem 19. Jahrhundert kamen in den letzten Jahren zum Entsetzen der Heimatschützer mit der Abrissbirne in Kontakt. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, welch hohe Wellen die ungewisse Zukunft der Villa Monte Tabor am Lago Maggiore wirft. Zumal die Liegenschaft aus kunsthistorischer Sicht bedeutungslos ist (in der über 600 Seiten umfassenden Guida d’arte della Svizzera italiana aus dem Jahre 2007 wird sie mit keinem Wort erwähnt). Trotzdem hat die Tessiner Kantonsregierung kürzlich 100 000 Franken für den Erhalt der Villa gesprochen, in der einst der deutsche Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898–1970) lebte. Die 664-Einwohner-Gemeinde Ronco sopra Ascona sowie die Stiftung Pro Ronco steuerten ebenfalls je 50 000 Franken bei. So kamen innerhalb einer Woche 200 000 Franken zusammen. Damit hat sich die öffentliche Hand für die Dauer von einem Jahr ein Vorkaufsrecht für die Liegenschaft gesichert.

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Erfolg dank Kinofilm?

Diese gehört einem amerikanischen Ehepaar, das sich aus finanziellen Gründen zu einem Verkauf genötigt sieht. Es hat die Immobilie mit dem weitläufigen Umgelände für 6 Millionen Franken zum Verkauf ausgeschrieben. Normalerweise sähe das Drehbuch folgendermassen aus: Ein Spekulant erwirbt die Villa, reisst sie ab und ersetzt sie durch einen viel grösseren Neubau mit Appartements. Doch diesmal soll es anders kommen. Die Gemeindebehörden von Ronco möchten das Gebäude in eine öffentlich zugängliche Stätte der Erinnerung an Remarque verwandeln. Dieser hatte sich das Gebäude am Seeufer aus dem Erlös seines Antikriegsromans «Im Westen nichts Neues» erworben. Von den Nazis als Vaterlandsverräter verschrien, verbrachte Remarque zwischen 1933 und 1939 sein Exil am Lago Maggiore, ehe er für einige Jahre in die USA emigrierte. 1958 heiratete er die Schauspielerin Paulette Goddard, die frühere Ehefrau Charlie Chaplins, mit der er bis zu seinem Tod im Tessin lebte.

Aus dieser glamourösen Episode möchte auch die Lega dei Ticinesi Kapital schlagen – jene Partei, die das im Bau befindliche Kultur- und Kunstzentrum in Lugano seit Jahren als Geldverschwendung bekämpft. Die Villa Monte Tabor könne zu einer touristischen und kulturellen Attraktion avancieren, prophezeit Lega-Grossrat Lorenzo Quadri, ein Mitglied der Luganeser Stadtregierung. Wenn das Tessin diese Gelegenheit verpasse, dann wäre dies ein schwerer Verlust. Quadri geht davon aus, dass das Interesse an Remarque in den kommenden Jahren durch die geplante Neuverfilmung von «Im Westen nichts Neues» mit Daniel Radcliffe in der Hauptrolle stark steigen wird.

Geld gesucht

Bei aller Euphorie gibt es aber auch kritische Stimmen. Der ehemalige FDP-Präsident Pier Felice Barchi mokierte sich in einem Kommentar über das Tessin der Übertreibungen. Die Erfahrungen mit den vielen Museen im Kanton zeige, dass diese nie selbsttragend seien. Dafür seien die Besucherzahlen schlicht zu gering. Barchis Fazit: Die 100 000 Franken des Kantons sind mit grösster Wahrscheinlichkeit zum Fenster hinausgeworfenes Geld. – Die Promotoren der Remarque-Gedenkstätte haben nun ein Jahr Zeit, den Gegenbeweis anzutreten und 6 Millionen Franken aufzutreiben sowie ein nachhaltiges Museumskonzept auszuarbeiten. Sonst wird die Liste mit den abgerissenen Villen wohl um ein Objekt erweitert, was böse Zungen zur Feststellung verleiten könnte: «Im Süden nichts Neues.»

Quelle: www.nzz.ch

Villen Appartement mit einmaligem 180° Seeblick, Pool, grosser Terrasse und Garten

Veröffentlicht in Immobilien mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am November 20, 2010 von Immobilien Ticino

Ausblick Richtung Italien

Die Villa Gioia sieht 6 sehr elegante Wohnungen auf insgesamt 2970 m2 Grundstück vor.
Vor dem Eingang wird eine Wasserfläche geschaffen, sodass man wie über eine Brücke in die elegante Eingangshalle kommt. Links und rechts vom Eingang werden 2 sehr ansehnliche Palmen gepflanzt werden..
Der Garten wird einen subtropischen Charakter erhalten: Palmen, Bananen , Kamelien, Bougenvillas, Oliven, Zypressen, Feigen, Zitronen , Orangen, Kiwis, Khakis, usw..

Ansicht Villa Gioia Brissago

Der Eingangsbereich erhält eine elegante Halle welche durch transparente Glaselemente sehr hell und freundlich sein wird. Ein grosszügiger Lift verbindet von der Eingangshalle alle Etagen bis hin zur Poolebenen mit dem Garten. In jeder Etage sind nur 2 Wohneinheiten geplant. Grössen zwischen 195 – 220 m2. Die Etagen können natürlich auch zusammengelegt werden, sodass dann nur noch eine Wohnung entsteht. Alle Grundrisse sind flexibel. Insgesamt werden 3 Wohnetagen gebaut. Die Attikawohnung liegen auf dem Strassenniveau; die 2 weiteren Etagen liegen dann unterhalb der Strasse also auf -1 und -2. Die Tiefgarage, die mit einem grosszügigen Autolift zugänglich sein wird, liegt im 3. Untergeschoss oder auch in -3. In dieser Etage liegen dann auch noch die zusätzlichen Kellerräume für die Wohnungen sowie Abstellflächen für Räder etc. Im 4. Untergeschoss, -4, befinden sich der Wellnessbereich, Gym, Duschen/WC und die Aussenpoolanlage. Hier werden auch Zonen für Liegebereich vorhanden sein.

Ruhe, Sonne und Entspannung

An einer der schönsten Lagen am Lago Maggiore, ca. 80 Meter über dem Seen gelegen, ensteht „Villa Gioia in Brissago„. Auf einem ca. 3000 m2 grossen, parkähnlichen Grundstück mit subtropischer Bepflanzung entstehen nur 6 exklusive Villenappartments mit weitläufigen Terrassen und Privatgärten.

Villa Remarques, Kulturerbe im Tessin in Gefahr

Veröffentlicht in aktuelles mit den Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am November 19, 2010 von Immobilien Ticino

Im Tessin werden immer mehr kulturhistorisch wertvolle Gebäude dem Bau-Boom geopfert. Neuestes Beispiel könnte die „Casa Monte Tabor“ in Porto Ronco werden, wo der Schriftsteller Erich Maria Remarque 30 Jahre seines Lebens verbrachte. Gemeinde und Heimatschutz versuchen nun, das zum Verkauf stehende Gebäude zu retten.

Die heutige Besitzerin will das Haus jetzt verkaufen und erhalten wissen. Das aber ist nicht im Sinne der Investoren, die vor allem die Rendite im Auge haben. Rundum gibt es genug abschreckende Beispiele für die Auswüchse der Bodenspekulation. Viele Häuser mit Vergangenheit sind verschwunden, wie etwa das Grand Hotel Brissago. Remarque pflegte dort seinen Whisky zu nehmen. In den 1980er Jahren ließ man es zur Ruine verkommen und machte es dann zu Geld – in Form von Luxuswohnungen.

Wer würde heute denken, dass Locarno einst eine schmucke Stadt mit zahlreichen Villen aus der Gründerzeit war. Die Villa Meridiana, die Villa Bernasconi, die Villa Moresca und die Villa Buenos Aires sind alle niedergewalzt – mitsamt ihrer Erinnerung, Geschichte und Atmosphäre. Zurück bleibt eine gesichtslose Einöde. Das Tessin rühmt sich selbst, eine „Terra dei Architetti“ zu sein, ein „Land der Architekten“. Das ist schwer nachzuvollziehen angesichts der Realität und auch nicht zutreffend, findet Antonio Pisoni, Chef des Tessiner Heimatschutzes. „Im Tessin mögen wir zwar gute Architekten haben, aber was bringt das, wenn die Zonenplanung zuwenig streng ist“, sagt er. „Die Zonenplanung ist zudem alles andere als frei. Sie muss auf die Politik und die Wirtschaft Rücksicht nehmen.“

Antonio Pisoni weiß, wovon er spricht. Wie Sisyphus kämpft der Tessiner Heimatschutz gegen lasche Bauvorgaben und knallhartes Renditedenken. Selbst das Grand Hotel Locarno war jahrelang vom Abbruch bedroht. Immerhin: Das Stammhaus des Filmfestivals, in dessen Park einst die Filme gezeigt wurden, steht wahrscheinlich bald unter Denkmalschutz. Ein kleiner Erfolg für den Heimatschutz, der allzuhäufig der Verlierer ist. Denn andernorts geht das große Zertrümmern weiter. Die Schätze des Tessins verschwinden – einer nach dem anderen.

Fünf Jahre lang rang der Heimatschutz auch um die Villa Branca in Melide, einst ein herrschaftliches Weingut, ideal, um ein Weinbau-Museum einzurichten. Von diesen Plänen blieb nur Schutt und Asche. Das soll Remarques Villa erpart bleiben. Nicht nur der Heimatschutz, auch Paolo Senn, der Bürgermeister von Ronco, macht sich stark. Er will, dass die Gemeinde das Haus erwirbt, obwohl ihr das Geld fehlt. „Es geht nicht nur um Remarque“, so Senn. „Dieses Haus hat eine Bedeutung für das ganze Tessin. Man muss es retten, um es der Öffentlichkeit zu erhalten.“ Der aktive Bürgermeister setzt dafür alle Hebel in Bewegung. Er hat die Medien mobilisiert und ist mit Geldgebern in Kontakt. Es gibt die engagierten Privatpersonen im Tessin, aber es bräuchte noch mehr, damit die Zeugen der Vergangenheit eine Chance haben und zukünftige Generationen das Tessin nicht nur als Betonwüste kennenlernen.

Quelle: www.3sat.de

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