Alpenschutz ist immer auch Klimaschutz: Klimakonferenz in Kopenhagen hat nichts gebracht : bahnONLINE.ch
Die Klimakonferenz von Kopenhagen war ein Misserfolg. Die Staatengemeinschaft konnte sich nicht auf gemeinsame, griffige Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels einigen. Das heisst: Gefordert sind die einzelnen Staaten, gerade auch die Schweiz mit ihrem ökologisch so sensiblen Alpenraum. Die Alpen-Initiative weist den Weg.
Die Bekämpfung des Klimawandels wie überhaupt die Umweltpolitik ist ein sehr schwieriges Geschäft. Warum? Der Klimawandel ist ein schleichender Prozess. Seine dramatischen Auswirkungen sind zwar nicht bestreitbar, aber doch nicht so handfest, dass die Politik wirklich unter Druck kommt. Noch kann sie sich mit grossen Worten und kleinen Taten durch das leidige Thema mogeln. Schlimmer als das: Die Massnahmen gegen den Klimawandel wirken nicht direkt, sondern ebenfalls nur langfristig.
Die Klimapolitik ist ein Jahrhundertprojekt, die reale Politik aber denkt kurzfristig: von Wahl zu Wahl. Deshalb sind gerade in der Klimapolitik Volksbewegungen so wichtig, die ein klares Ziel und einen langen Atem haben. Die Alpen-Initiative ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Vor über zwanzig Jahren wurde die Idee des Alpenschutzes im Verkehrsbereich in den Köpfen von ein paar Umweltbewegten aus den vier Alpenkantonen Uri, Tessin, Wallis und Graubünden entwickelt. Die Alpen sind vor den Auswirkungen des (Transit-)Schwerverkehrs zu schützen. Deshalb muss dieser Verkehr auf die Schiene verlagert werden und – was genau so wichtig ist – die Kapazität auf den Transitstrassen darf nicht erhöht werden.