Bellinzonas Burgen und Festungsanlagen

Vom SBB-Bahnhof fahren wir mit dem Postauto zum Castello Sasso Corbaro (462 m). Es wurde 1479 im Laufe von nur drei Monaten erbaut und bildete den obersten Punkt des Befestigungsrings, der die Stadt Bellinzona umgab. Zu Fuss steigen wir ab zum Castello Montebello, der malerischsten der drei Burgen. Sein Ursprung ist im 12. Jahrhundert zu suchen, in den siebziger Jahren wurde es restauriert und nimmt nun das hochinteressante Städtische und Archäologische Museum auf. Ein Treppenweg, der alten Stadtmauer entlang, führt auf die Piazza della Collegiata. Hier beginnt der Aufstieg über die Scalinata San Michele zum Castel Grande, das nach Plänen von Aurelio Galfetti restauriert wurde. Er wandte kühne architektonische Lösungen an, so ein Aufzug durch den Felsen, der von der Piazza del Sole auf den Burghügel führt, und eine flügelförmig gewölbte Rampe bis zum höchsten Punkt, der Piazza Mario della Valle. In einem Flügel des Castel Grande ist das Historische Museum mit einer archäologischen und einer geschichtlich-künstlerischen Abteilung eingerichtet. Auch ein elegantes Restaurant mit Önothek hat hier Platz gefunden.
Vom Castelgrande geht es weiter über die ebenfalls restaurierte Wehrmauer, die früher bis zum Fluss Ticino führte. Eine Passerelle überbrückt den seinerzeit abgebrochenen Teil und führt zum Viale Portone. Der Blick fällt auf moderne Bauten, die von Tessiner Architekten errichtet wurden (Casa del Portone, Casa Bianca, Casa Nera, Casa Fabrizia), im Hintergrund die Grünanlagen des Sportzentrums, des Städtischen Schwimmbads und der Tennisplätze am Ufer des Flusses Ticino. Nach der Passerelle kann der Rückweg durch die Altstadt von der Via Orico aus, durch das Viale Portone oder die Via Mirasole eingeschlagen werden. Seit dem Jahre 2000 gehören die Bellinzona Burgen zum UNESCO Weltkulturgut.

Quelle:  www.ticino.ch

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