Das Oratorium in Menzonio

Das Oratorium. Beim Aufstieg treffen wir zunächst auf letzteres, das der Mariä Himmelfahrt geweiht ist und für die Bevölkerung einen starken Bezugspunkt bildet. In der Tat ist der 15. August der eigentliche Ortsfeiertag, das Wappen der Ex-Gemeinde Menzonio enthielt die Madonna und im Inneren des Oratoriums hängen einige kleine Votivbilder. Seit 1991 bereichert eine Dauerausstellung des heute auch international bekannten, 1940 hier geborenen Künstlers Gianfredo Camesi. Das heutige Oratorium 1874 als Ersatz eines 1674 weiter talabwärts errichteten und im November 1872 durch einen Erdrutsch zerstörten erbaut wurde. Noch erhalten ist das

Basrelief aus Holz des ersten Oratoriums, das die Krönung der Jungfrau darstellt und wahrscheinlich nordischen Ursprungs ist. Gemäss Überlieferung wurde dieses Basrelief von einem Wanderer kurz vor dem Dorf neben einen Kirschbaum gelegt und war sofort schwer und unverrückbar. Dieses Ereignis führte zu der nicht nur lokalen Verehrung des Bildnisses und seiner Bezeichnung als Kirschenmadonna. Das mit finanzieller Unterstützung von Auswanderern in Kalifornien und Rom errichtete Oratorium wurde von

Giacomo Pedrazzi von Cerentino (1810 – 1879) ganz mit Fresken ausgemalt. Vom selben Künstler stammt auch ein Gemälde mit dem Heiligen Franz von Assisi.



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