Eine Woche nach dem Wintereinbruch im Norden haben am Freitag auch das Tessin und Südbünden ein weisses Kleid erhalten. Selbst im Südtessin fielen bis zu 15 Zentimeter Schnee. Die Verkehrsverhältnisse waren zum Teil chaotisch. Für den Schwerverkehr ging am Nachmittag auf den Haupttransitachsen gar nichts mehr.
Im Flachland auf der Alpensüdseite fielen zehn bis 15 Zentimeter Schnee, wie Meteo-Schweiz auf Anfrage bekannt gab. In höheren lagen war die weisse Decke bis zu 25 Zentimeter dick. Grosse Probleme auf Schiene und Strasse gab es am Vormittag vor allem im Südtessin zwischen Chiasso und Mendrisio, wie SBB und Tessiner Kantonspolizei erklärten. In Lugano brach der Strassenverkehr vorübergehend ganz zusammen, vor allem wegen nicht wintertauglich ausgerüsteter Fahrzeuge. Unfälle mit Verletzten wurden aber nicht gemeldet.
Auf der A2 in der Leventina stauten sich die Lastwagen zwischen Biasca und Airolo. Auch der Personenverkehr wurde stark behindert. Eine Weiterfahrt für den Schwerverkehr auf den Transitachsen war frühestens am Samstagmorgen um 5 Uhr möglich. Die Meteorologen erwarteten allerdings für Samstag neue Schneefälle.

