Archiv für September 13, 2008

KUNSTVERGLEICHE IM CASTELLO DI VIGEVANO …..

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Siebzig Werke veranschaulichen die Verflechtung der Beziehungen zwi­schen Künstlern, Sammlern, Kunst­kritikern und Dichtern in der Lomel­lina im vergangenen Jahrhundert. Die von Paolo Campiglio und Ra­chele Ferrario betreute Schau wird wiederum im von den Visconti und den Sforza geprägten mit­telalterlichen Schloss von Vigevano gezeigt. Sie kann vom 27. September bis zum 14. Dezember 2008 besichtigt werden.
Die Werke werden in vier chro­nologisch geordnete Sektoren unterteilt. Dadurch wird offen­sichtlich, dass sich im 20. Jahr­hundert in diesem Gebiet die wichtigsten Kunstrichtungen gut entwickeln konnten. In den Dreissigerjahren dominierte der späte Futurismus. Heraus­ragende Vertreter waren Regi­na Bracchi und Olga Biglieri Scurto, zwei Frauen, die Pio­nierleistungen vollbracht ha­ben. Der Mailänder Cesare An­dreoni, ein Vorkämpfer des lombardisch angehauchten Fu­turismus, wird ihnen zur Seite gestellt.
Die zweite Abteilung ist der Kontinuität des Rea­lismus gewidmet. Der Untertitel “Künstler in den Reisfeldern“ wurde zwei Veranstaltungen ent­nommen, die in den Dreissigerjahren in Mortara durchgeführt wurden. Den damaligen Künstlern werden heutige Maler des ländlichen Lebens aus den Fünfzigerjahren wiegegenüberge­stellt.
Es folgen die Siebziger- und Achtzigerjah­re, eine Zeit des tief greifenden gesellschaftli­chen Wandels, der sich auch im Kunstschaffen in der Lomellina niedergeschlagen hat, manch­mal auf eine wirre Art und Weise.

Vigevano, Castello Visconteo ( Piazza Ducale), 27. September bis 14. Dezember 2008

Skulpturenausstellung am Seeufer in Me­lide …

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CARLO Salis, in Graubünden geboren und heute in Cas­sina d’Agno lebend, bereichert die Uferpromenade in Me­lide mit seinen grossformatigen Werken. Diese Ausstel­lung zieht sicher nicht nur das Interesse der Melider Be­völkerung auf sich, sondern des ganzen Tessins.
Ein Kunstwerk kann gefallen oder nicht gefallen – bei ei­ner Ausstellung wie dieser, in der freien Natur, wirken sich allerdings noch mehr Faktoren ein. Die Position, wie die einer Uferpromenade des Lago Maggiore, der Was­serspiegel, die umliegende Landschaft und die angrenzen­den Pflanzen fliessen in die Betrachtung mit ein. Auch die Geräuschkulisse kann im Zusammenhang mit dem vi­suell Wahrgenommenen harmonieren oder stören. Schliesslich verändert sich die Natur von Minute zu Mi­nute,
sodass auch die Wahrnehmung des Kunstwerkes da­von beeinflusst wird. Eine der Hauptaufgaben eines Künstlers ist wohl die Provokation zum Sich- öffnen, sei es der Geist, wie auch das Herz. Wenn ein Betrachter ei­ne noch nie dagewesene Stimmung empfindet, hat der Künstler sein Ziel erreicht. Carlo Salis spielt hier mit meh­reren Elementen: Wie wirkt das Werk innerhalb eines be­stimmten Hintergrundes? Für den Betrachter, wie für den Künstler, bedeutet dies eine Herausforderung.

Eröffnung 13. September

bis 19. April 2009