Vom Castelgrande gegen Westen erstreckt sich eine Befestigungsanlage, auch Grosse Mauer genannt, die bis zum Fluss Ticino reicht, der in der Vergangenheit oft mit verheerenden Folgen über die Ufer trat. Die bekannteste dieser Naturkatastrophen war die “Buzza di Biasca” im Jahr 1515, die damals die wohl schönste zinnenbewehrte Brücke der Lombardei zerstörte. Die Mauer wird auf der linken Seite von Rebbergen, auf der rechten Seite von abschüssigen Felsen gesäumt. Bis 1889 war die Stadtmauer bis zum Tor der Visconti (1869 abgebrochen) noch gut erhalten. Das Mauerwerk war an dieser Strecke dreieinhalb Meter dick. Die Mauer ist auf ihrer ganzen Länge von einem gedeckten Tunnel durchzogen, der ein Tonnengewölbe aufweist. Darüber befindet sich Wehrgang, der mit seiner Breite vom vier Metern und sechzig Zentimetern eine eigentliche “hängende Strasse” darstellt.
Januar 31, 2008
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