Archiv für Januar 8, 2008

Der Luganersee (Lago di Lugano)

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Der Luganersee oder Lago di Lugano (auch Ceresio (ital. vom lateinischen Ceresius) oder veraltet Lauisersee) ist ein See im Süden des Kantons Tessin in der Schweiz und in Oberitalien, benannt nach der Stadt Lugano. Seine Oberfläche liegt 271 m über dem Meeresspiegel und misst 48.7 km², von denen 18 km² zu Italien und 30.7 km² zur Schweiz gehören. Seine tiefste Stelle liegt bei 288 m, und sein Volumen beträgt 6.5 km³.

Obwohl der See nicht besonders gross ist, zeichnet er sich doch durch Allgegenwart aus: wo auch immer man in seiner Nähe einen Berg oder Streifen Land durchquert, immer steht man wieder an einem Zipfel des Luganersees. Seine extrem gezipfelte Form erklärt sich durch seine Entstehung nach der Eiszeit in einem Gebiet, wo zwei Gletscher zusammentrafen.

Einige Zipfel des Sees reichen nach Italien, dazu befindet sich die durch ihr Spielkasino bekannte italienische Enklave Campione d’Italia an seinem Ufer, was zu einem komplizierten Grenzverlauf führt. Zollrechtlich sieht es noch einmal anders aus: Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Zollkodex der EG gehört zwar das italienische See-Ende von Porlezza zum Zollgebiet der heutigen EU, nicht jedoch das Gebiet der Gemeinde Campione d’Italia samt ihrem Anteil am See und interessanterweise auch nicht der italienische Teil zwischen dem Ufer und der politischen Grenze zwischen Ponte Tresa und Porto Ceresio.

Südlich von Lugano überqueren Autobahn und Bahnlinie den See auf dem Damm von Melide.

Bekannte Aussichtsberge an seinem Ufer sind der Monte Brè (925 m ü.M.) im Osten, der Monte San Salvatore (912 m ü.M.) im Westen von Lugano und der Monte Generoso (1701 m ü.M.) am südöstlichen Ufer. Zwischen den südlichen Armen eingeklemmt liegt das Unesco-Weltnaturerbe Monte San Giorgio (1097 m ü.M.).

Da der See durch seine Lage an der Südspitze der Schweiz in einem mediterranen Klima liegt, ist er ein beliebtes Touristenziel.

Rund um den Luganersee haben sich verschiedene deutsche Komponisten zurückgezogen, wie Michael Jary, Martin Böttcher oder auch Peter Thomas. Der Schriftsteller Hermann Hesse lebte ab seinem 42. Lebensjahr bis zu seinem Tod in Montagnola bei Lugano.

Quelle: Wikipedia

Der Lago Maggiore

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Der Lago Maggiore bedeckt eine 212,5 km² große Fläche, von der 80.1 % auf Italien, die restlichen 19.9 % auf die Schweiz entfallen. Er reicht von der südlichen Alpenkette bis an den Rand der Poebene. Wie die anderen oberitalienischen Seen entstand er beim Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher. Vor allem im Nordteil ist er von hohen Felswänden umgeben.

Der Seespiegel liegt im Mittel bei 193 m ü. M.. Der See ist 66 km lang und bis zu 10 km breit. Er ist nach dem Gardasee der zweitgrößte See Italiens. Die größte Tiefe beträgt 372 m. Der Seegrund liegt also über 170 m unter dem Meeresspiegel. Damit ist der Lago Maggiore der tiefste See der Schweiz (wenngleich der tiefste Punkt weit in italienischem Gebiet liegt).

Das Einzugsgebiet ist 6.386 km² groß (3.326 km² in der Schweiz und 3.060 km² in Italien).

Von der Fischerei im Lago Maggiore leben mehrere Berufsfischer. Der Gesamtertrag liegt bei 150 Tonnen pro Jahr.

Seit 1826 gibt es auf dem See eine Passagierschifffahrt. 1852 wurde diese vom Österreichischen Lloyd übernommen und neu organisiert. Heute betreibt die Navigazione Laghi eine Flotte von 25 Schiffen.

Der Hauptzufluss und -abfluss ist der Tessin (italienisch: Ticino). Er mündet bei Magadino in den See ein. Das Mündungsgebiet, die Bolle di Magadino, ist ein artenreiches Naturschutzgebiet.

Weiter westlich mündet die Maggia. Sie bringt ständig Geschiebe mit sich, so dass das Maggia-Delta heute weit in den See hinausreicht. Östlich des Deltas liegt Locarno, das vor allem durch sein Filmfestival und die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso bekannt ist, auf der Westseite Ascona mit seiner Seepromenade und dem Monte Verità. Im Hinterland teilt sich das Tal bei Ponte Brolla ins Centovalli zur linken und das Maggiatal zur rechten Seite. Im Norden mündet die Verzasca in den See, vor allem bekannt durch die Brücke Ponte dei Salti und die 220 m hohe Staumauer.

Größte Stadt am See ist Verbania mit seinen Teilorten Intra und Pallanza. Sehenswert sind die berühmten Botanischen Gärten der Villa Taranto (0,16 km²), ein Geschenk ihres Gründers, Kapitän Neil Mac Eacharn, an Italien. Tausende, aus aller Welt importierte Pflanzen, sowie seltene, in Europa zum Teil auch einzigartige botanische Sammlungen lassen sich hier studieren. Südlich von Verbania weitet sich der See zum Golf von Verbania, wo der Toce in den See einmündet.

Am Golf liegt Stresa, das mit seinen Belle-Epoque-Villen und -Hotelpalästen heute noch den Charme eines mondänen Nobelkurortes ausstrahlt. In Stresa befindert sich der Zoologische Garten der Villa Pallavicino. Jahrhunderte alte Bäume und viele freilebende Tierarten lasse sich dort bewundern. In der Stadt fanden einige historisch bedeutsame Konferenzen statt (1. und 2. Konferenz von Stresa (1935, 1958), Bilderberg-Konferenz 2004).

Weiter südlich liegt die Stadt Arona. Zwei Kilometer nördlich von Arona wurde 1624 eine 23 m hohe Kupfer-Kolossalstatue (35 m mit Sockel) von Karl Borromäus errichtet, die bis zum Bau der Freiheitsstatue in New York die höchste von innen begehbare Statue war.

Südlich des Sees, bei Sesto Calende, liegt ein unter Naturschutz gestelltes Auengebiet an.

Auf der Ostseite des Sees befindet sich das in den steil aufragenden Felsen hineingebaute Kloster Santa Caterina del Sasso, sowie die Stadt Luino mit ihrem bekanntem Wochenmarkt.

Quelle: Wikipedia